PGS live 34/2020

 Papst Franziskus nennt das 3. Kapitel seiner neuen Enzyklika „Eine offene Welt denken und schaffen“: „…wird ein gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich sein, der niemanden ausschließt, und eine Geschwisterlichkeit, die für alle offen ist … Wie sehr muss unsere Menschheitsfamilie lernen, in Harmonie und Frieden zusammenzuleben, ohne dass wir dazu alle gleich sein müssen! … Es muss ein Bewusstsein dafür entstehen, was ein Mensch wert ist, immer und unter allen Umständen. … Wenn jeder Mensch eine unveräußerliche Würde hat, wenn jeder Mensch mein Bruder oder meine Schwester ist, und wenn die Welt wirklich allen gehört, ist es egal, ob jemand hier geboren wurde oder außerhalb der Grenzen seines eigenen Landes lebt. Auch meine Nation ist mitverantwortlich für deren Entwicklung, auch wenn sie dieser Verantwortung auf verschiedene Weise gerecht werden kann: indem sie sie großzügig aufnimmt, wenn sie sich in einer unvermeidlichen Notlage befinden, indem sie sie in ihren eigenen Ländern fördert, indem sie nicht ganze Länder ausbeutet und ihrer natürlichen Ressourcen beraubt und korrupte Systeme fördert, die eine würdige Entwicklung dieser Völker behindern.“ Euer Pfarrer Werner




PGS live 33/2020

 Wieder einige Zitate aus der neuen Enzyklika von Papst Franziskus „In der Absicht, ein Licht inmitten der Geschehnisse, die wir gerade durchleben, zu finden.“ 

„Dieses Gleichnis (vom barmherziger Samariter) ist ein aufschlussreiches Bild, das fähig ist, die grundlegende Option hervorzuheben, die wir wählen müssen, um diese Welt, an der wir leiden, zu erneuern. Angesichts so großen Leids und so vieler Wunden besteht der einzige Ausweg darin, so zu werden wie der barmherzige Samariter. … 

Jeden Tag stehen wir vor der Wahl, barmherzige Samariter zu sein oder gleichgültige Passanten, die distanziert vorbeigehen. … 

Wer in diesem Moment kein Räuber ist bzw. distanziert vorbeigeht, ist entweder verletzt oder trägt auf seinen Schultern einen Verletzten.“ 

Großartig, dass gerade auch in den schwierigen Corona-Zeiten viele Menschen ganz konkret für andere da sind. Danke! 

 Euer Pfarrer Werner




PGS live 32/2020

Letzten Dienstag traf sich das erweiterte Koordinierungsteam mit unserem Bischofsvikar P. Petrus. Es ging um einen Austausch zur Frage der Weiterentwicklung in der Zusammenarbeit unserer Pfarren. 

Vor 17 Jahren startete die Zusammenarbeit, nach einer Pilotphase sind wir seit 5 Jahren auch offiziell ein Seelsorgeraum. Sollen wir Pfarrverband werden oder eine gemeinsame Pfarre mit Teilgemeinden? Ich denke, Struktur ist wichtig aber nicht die entscheidende Frage. Wesentlich erscheint mir, dass wir versuchen herauszufinden: 

Wie kann unsere Kirche in Zukunft lebendig sein – weiterhin / wieder / neu? 

Was macht uns zukunftsfit? Dazu wird es große Veränderungen benötigen, die sich dann auch strukturell auswirken, weil sich die Gesellschaft so massiv und immer rascher verändert (hat). 

Im Koo-Team haben wir schon vorm Sommer beschloss: Wir machen uns in einem ergebnisoffenen Prozess auf zu Kundschafts-Besuchen. Wir schauen uns kirchliche Orte an, die sich 1. als Pfarrverband oder 2. als Pfarre mit Teilgemeinden organisieren oder 3. wo Kirche spürbar wächst. Zwei solcher Besuche gab es schon (Franz von Sales, Wien 19; Nepomuk, Wien2), einige werden noch folgen. 

Es ist spannend zu erforschen, wo und wie Kirche Zukunft hat! Euer Pfarrer Werner 




PGS live 31/2020

 Einige Zitate aus der neuen Enzyklika von Papst Franziskus „Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft“: „Ich habe den großen Wunsch, dass wir … die Würde jedes Menschen anerkennen und bei allen ein weltweites Streben nach Geschwisterlichkeit zum Leben erwecken.“

 „Träumen wir als eine einzige Menschheit, als Weggefährten vom gleichen menschlichen Fleisch, als Kinder der gleichen Erde, … jeder mit dem Reichtum seines Glaubens oder seiner Überzeugungen, … alles Geschwister.“ 

„Ich lade zur Hoffnung ein. »Sie spricht uns von einem Durst, einem Streben, einer Sehnsucht nach Fülle, nach gelungenem Leben; davon, nach Großem greifen zu wollen, nach dem, was das Herz weitet und den Geist zu erhabenen Dingen wie Wahrheit, Güte und Schönheit, Gerechtigkeit und Liebe erhebt. … Die Hoffnung ist kühn. Sie weiß über die persönliche Bequemlichkeit, über die kleinen Sicherheiten und Kompensationen, die den Horizont verengen, hinauszuschauen, um sich großen Idealen zu öffnen, die das Leben schöner und würdiger machen«. 

Schreiten wir voller Hoffnung voran!“ 

Spannende Lektüre! Euer Pfarrer Werner




PGS live 30/2020

 Allmächtiger Gott, der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe, der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt, gieße uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten. Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden. Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten. Wir preisen dich, Vater, mit allen Geschöpfen, die aus deiner Hand hervorgegangen sind. Dein sind sie und erfüllt von deiner Gegenwart und Zärtlichkeit. Gelobt seist du. Sohn Gottes, Jesus, durch dich wurde alles erschaffen. In Marias Mutterschoß nahmst du menschliche Gestalt an; du wurdest Teil dieser Erde und sahst diese Welt mit menschlichen Augen. Jetzt lebst du in jedem Geschöpf mit deiner Herrlichkeit als Auferstandener. Gelobt seist du! Zum Gedenktag des Hl. Franziskus, 4.10.: Beten und handeln wir in besonderer Verbundenheit mit der Schöpfung! Euer Pfarrer Werner